Buchungen ...
In der Hauptsaison kann es vorkommen, dass alle Zimmer belegt sind bzw. man sich auf eine lange Suche nach einem dann recht teuren Zimmer machen muss.
Da ich ein ängstlicher Mensch bin, habe ich die Zimmer immer im voraus gebucht.
Das geht ganz einfach ...
Überlegen Sie wo Sie hin wollen. Suchen Sie die nächst größere Stadt und schreiben Sie einen kurzen Brief an das Tourist Information Centre (Name der Stadt und Grafschaft reichen voll aus). Sie werden Unterlagen mit zahlreichen Unterkünften verschiedenster Preisklassen bekommen. Zu schreiben hat den Vorteil, dass meist umfangreiches Infomaterial über die Region mitgeschickt bekommt.
Suchen Sie sich ein paar B&Bs aus und schreiben Sie sie an. Die Art in der die Antwort verfasst ist, sagt auch schon eine Menge aus. Meist ist ein deposit in Höhe von 10 oder 20 £ zu leisten. Die kriegt man auf jeder Bank und schickt sie einfach mit der Post ...
 
 
Bed & Breakfast ...
Zuerst habe ich aus Geldgründen preiswerte Unterkünfte vorgezogen. Heute ist es Ideologie. Wer keinen gesteigerten Wert auf Luxus, oder ein eigenes Bad legt, ist mit den kleinen Bed & Breakfasts bestens bedient.
Oft sind es Ruheständler oder Familien, die sich auf diese Weise etwas dazu verdienen. Neben Herzlichkeit erhält man einen Einblick in das Leben englischer Familien. Die Preise liegen je nach Region und Reisezeit zwischen 13 und 25 £ pro Person pro Nacht. Natürlich gibt es auch Rabatte, aber sehen Sie selbst.
Mein Bed & Breakfast in Shrewsbury ist mir zu einer Art zweitem Zuhause geworden ...
 
 
Essen in England ...
 
Das Frühstück
Meist wird man gefragt, ob man ein Continental- oder ein Full English Breakfast haben möchte. Wählen Sie letzteres! Versuchen Sie es zumindest in zwei verschiedenen Unterkünften, denn jeder Koch ist anders - wobei wir auch schon beim Thema wären. Mein Tipp: Beginnen Sie ihr Frühstück mit einem Glas Orangensaft und einem Teller Cornflakes. Dann ist Ihr Magen bereit ...
Das Full English Breakfast besteht meist aus Spiegelei, Bacon, Würstchen, gegrillter Tomate, Toast und (salziger) Butter. Ich habe aber auch schon Pilze, Bratkartoffeln, die bekannten weißen Bohnen in roter Soße, oder gebratene Blutwurst dazu bekommen. In manchen Gegenden schwört man auf Fisch oder Porridge. In Hastings musste ich um 7 Uhr morgens aufbrechen, um meine Fähre in Ramsgate zu bekommen. Man war gerne bereit, mir um 6 Uhr ein Full Englisch Breakfast zu machen ...
Wer dieses Frühstück liebt, hat bis in die Nachmittagsstunden keinen Hunger mehr ...
 
Da erwartet einen ja auch schon die Tea-Time mit Gebäck oder Toast ...
Das Nationalgericht sind Fish and Chips. Die Chips sind nicht mit deutschen Pommes Frites zu vergleichen. Die heißen eher ‘French Fries’. Gute Chips sind ein Mittelding zwischen Pommes und Bratkartoffeln. Glauben Sie die Geschichte mit dem Einwickeln in Zeitungspapier nicht. Das ist in Britannien schon lange verboten. Es gibt verschiedene Fischsorten. Generell würde ich sagen, er geht in Richtung Backfisch. Eine beliebte Beilage sind (zermanschte) Erbsen. Wer kein Essig auf seine Chips möchte, sollte der Bestellung ‘No vinegar, please.’ hinzufügen.
Sehr zu empfehlen ist die weit verbreitete indische und pakistanische Küche. Vergessen Sie aber nicht ‘not so hot’ zu sagen, denn die ehemaligen Bewohner des Subkontinents mögen es sehr sehr scharf!
 
 
Trinken in England ...
Kaffee ist so eine Sache auf der Insel. Falls Sie Kaffeefetischist sind, sollten Sie sich zumindest guten deutschen löslichen Kaffe mitnehmen. Auf jedem Gästezimmer gibt es einen Wassekocher. Ich habe auch schon schlechten Pulverkaffee bekommen...
Bei der Milch zum Kaffee handelt es sich um normale Milch. Bestellen Sie Cream, bekommen Sie Rahm oder Kondensmilch.
Die meisten Bed & Breakfast bieten auch Milch (und oft sehr guten Kakao) an. Wenn man sich als Milchtrinker outet, hat man jeden Abend eine Kanne Milch auf dem Zimmer stehen.
Teetrinker sind natürlich im Paradies ...
Seid Asterix die ersten Teeblätter nach Britannien brachte, ist es Nationalgetränk. 1960 wurde sogar ein Gesetz verabschiedet, nachdem jeder Arbeiter das Recht auf zwei Teepausen pro Tag hat!
 
Lieben Sie das deutsche Bier? Dann sollten Sie am besten zu ‘Lager’ greifen!
In einem Pub erklärte mir einmal ein Inselbewohner - unter dem Siegel der Verschwiegenheit - das beste britische Bier sei ‘Stella’. Haben Sie den Witz verstanden? ‘Stella’ ist belgisch ...
Es ist aber in fast jedem Pub zu bekommen und ist dem deutschen ‘Pils’ sehr ähnlich.
Das ‘Bitter’ schmeckt, wie der Name schon sagt, bitter. Es schmeckt ungefähr so, wie ein abgestandenes Altbier. Ich liebe es!!!
Ale ist genauso lecker, aber etwas süßlicher. Stout ist ein Starkbier. Das berühmteste dürfte wohl Guinness sein.
 
Warten Sie in einem Pub oder Straßenkaffee nicht unbedingt auf Bedienung. Es könnte lange, ja ewig dauern. Zumeist holt man sich seine Getränke selbst an der Bar ab.
 
Kinder sind übrigens in Pubs nicht willkommen!!!
Ist der Pub eine Gaststätte in der auch gegessen wird, sind Kinder in diesem Bereich willkommen. Der eigentliche Pub ist aber rein den Erwachsenen vorbehalten! Die Briten sind wohl der Meinung, dass Kinder und Alkohol nicht zusammengehören - nicht so schlecht, diese Einstellung; ist es nicht?!